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Bauchredner Tim Becker wird neuer Ehrendoktor

„Mit sich selber reden ist nicht schlimm. Mit diesem Satz beruhige ich mich immer wieder. Und dann lachen wir beide.“ So beschreibt der künftige Ehrendoktor des Niddaer Carneval Vereins mit einem Schmunzeln seinen Alltag. Während andere Stimmen im Kopf haben, hat er sie im Bauch. Und damit strapaziert er wiederum die Bauch- und Lachmuskeln seines Publikums.


Die (Lebens-)Geschichte von Tim Becker beginnt im Jahr 1981 knapp oberhalb der hessischen Landesgrenze. In Osterode am Harz wächst er auf und schon in seiner Jugend zieht es ihn schnell auf die Bühne. Unter dem Namen „Magic Tim“ tritt er als Zauberer auf und verzaubert schon damals sein Publikum. Damals wie heute dürften sich die Zuschauer gedacht haben: Wie zum Teufel macht er das?


Zum Bauchrednern kommt Tim Becker während seiner Schulzeit eher per Zufall. Gemeinsam mit einem Freund sucht er nach einer Möglichkeit, sich während Prüfungen unterhalten zu können. Dabei entwickeln sie eine Technik bei der sie die Lippen nicht bewegen müssen. „Irgendwann habe ich einen Bauchredner im Fernsehen gesehen und gedacht: Krass! Das mache ich ja schon.“, sagt Becker rückblickend. Daraufhin nimmt er die erste Puppe in sein Zauber-Programm mit auf.


Zu dieser Zeit sind die Auftritte (noch) nur ein Hobby. Hauptberuflich arbeitet er als Einzelhandelskaufmann im Zooladen – Fachbereich Aquaristik/Terraristik. Doch seine Fähigkeiten helfen ihm auch im Berufsleben. „Die Tiere haben mit den Leuten geredet und sich quasi selbst verkauft. Zu Hause waren die Tiere dann wieder stumm. Keine Ahnung, wer dafür verantwortlich war.“, sagt der künftige Ehrendoktor mit einem verschmitzten Lächeln. Später macht er das Hobby zum Beruf und steht auf Bühnen in ganz Deutschland.


Und zu diesen Bühnen kommen nach und nach auch immer mehr Fastnachtsbühnen. Auch hier spielt am Anfang „Kollege Zufall“ wieder eine Rolle. Ein Karnevalist sieht in Osnabrück einen Auftritt und engagiert Tim Becker für eine Fastnachtsveranstaltung. Mittlerweile gehören Auftritte in der 5. Jahreszeit fest in Beckers Terminkalender und er hat Gefallen daran gefunden. „Karneval ist Spaß, ausgelassenes Feiern, und vor allem fröhliche Menschen. Dadurch, dass ich auf den verschiedensten Sitzungen auftrete lerne ich vom ganz jungen, modernen Karneval bis hin zur klassischen und traditionellen Sitzung alles kennen. Das ist unglaublich abwechslungsreich und schön.“, schwärmt der Doktor in spe. Kein Wunder also, dass eine seiner Puppen - Heinz-Jürgen Schlotzmann – ein in die Jahre gekommener Karnevalspräsident ist.


Für den künftigen Ehrendoktor geht es über die Jahre auf der Karriereleiter steil bergauf. Er absolviert zahlreiche Fernsehauftritte – unter anderem bei „RTL Puppenstars“ aber natürlich auch bei „Hessen lacht zur Fassenacht“. Passend zum diesjährigen NCV-Motto „Närrisch, lustig, fröhlich, heiter – endlich geht der Zirkus weiter“ steht er in der in der Manege im Zirkus „FlicFlac“. Er tritt auf diversen Kreuzfahrtschiffen auf und füllt mit seinen eigenen Programen ganzen Theater und Hallen. Mittlerweile hat er seine Wahlheimat in Hessen gefunden – wohnt in der Nähe von Frankfurt. Der Weg zum nächsten Halt im Reigen seiner vielen Auftritte wird also nicht allzu weit. Ein Halt, der eine Mischung Fastnachtsbühne und Zirkusmanege sein wird: Die Narhalla in Froistecksburg.


Im Gepäck hat Becker seine zahlreichen „Persönlichkeiten“, die mit ihm unter dem Schäferhut stehen werden. Ein aggressiver Hase, ein sprechender Mettigel, eine Ratte mit Vorliebe für Punk, ein rosa Pony oder Karnevalspräsident Heinz-Jürgen Schlotzmann. Wir dürfen gespannt sein, wer alles beim Stelldichein auf der NCV-Bühne dabei sein wird.


Sein neuer Titel „doctor humoris causa“ wird Tim Becker am Freitag (20.01.) im Rahmen der großen NCV-Doktorensitzung im Bürgerhaus Nidda verliehen. Beginn ist um 19:33 Uhr. Restkarten gibt es in der SchillerGalerie Nidda (Schillerstraße 17) oder online HIER.

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