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NCV ernennt Comedian Thorsten Bär zum Ehrendoktor 2024

Hamburger mit hessischem Herz

Aus dem Rheingau nach Hamburg und unter den Doktorhut


Einmal Hesse – immer Hesse. Diesen Eindruck bekommt man schnell, wenn man mit dem künftigen Ehrendoktor spricht. Kein Wunder – ist er doch im schönsten Bundesland aufgewachsen und nach wie vor tief verwurzelt – auch wenn er mittlerweile in Hamburg lebt. Aber fangen wir vorne an.


Unser Proband Thorsten Bär kommt im Jahr 1979 in der Landeshauptstadt Wiesbaden zur Welt. Anschließend wächst er im beschaulichen Dörfchen Marienthal (einem Stadtteil von Geisenheim im Rheingau) auf. Auch wenn er mittlerweile zum Großstädter geworden ist, bezeichnet er sich selbst als Landei. „Wenn da zwei Mal am Tag ein Bus fuhr, hattest du Glück“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Seine Familie und seine besten Freunde sind nach wie vor im Rheingau zu Hause und so verschlägt es auch den Probanden regelmäßig in die alte Heimat. Und auch den hessischen Dialekt hat er bis heute nicht verlernt.


In seiner Jugend ist der künftige Ehrendoktor unter anderem sportlich aktiv – als Leichtathlet auf Mittel- und Langstrecke. Auch wenn man es ihm, wie er selbst sagt, heute nicht mehr ansieht, wird er damals hessischer Vizemeister im 1.500-Meter-Lauf.


In seiner hessischen Heimat kommt er auch zum ersten Mal mit dem Karneval in Berührung. Als Teenager steht er mit einem Schulfreund auf der Fastnachtsbühne in Eltville. Beide kommen so gut an, dass sie in den darauffolgenden Jahren immer wieder gebeten werden, aufzutreten. Mit dem Ende der Schulzeit verschwindet der Karneval aber erst mal wieder aus dem Leben unseres Probanden.


Nach dem Wehrdienst geht es für ihn dann zum Sportjournalismus-Studium an die deutsche Sporthochschule in die Karnevals-Hauptstadt Köln. Im Anschluss arbeitet er als Spotjournalist für verschiedene Radiosender, Fernsehsender und Zeitungen, bis er in den Jahren 2006/2007 einen neuen Weg einschlägt. Damals ermutigten Freunde ihn dazu, mehr aus seinem Humor zu machen, und so startet er seine ersten Gehversuche als Comedian. Zunächst steht er neben seinem Hauptjob regelmäßig auf StandUp-Bühnen.


2017/2018 ist es dann soweit: Der Karneval kehrt zurück in das Leben unseres künftigen Ehrendoktors. Er spielt in Köln um sich den Vereinen vorzustellen und kommt direkt gut an. Seitdem absolviert er pro Session rund 50 Auftritte in Köln. Und dass er den Karneval lieben gelernt hat, hört man sofort, wenn er darüber spricht: „Der Karneval ist eine sehr treue Seele. Ich mach das unglaublich gerne, weil ich richtig Bock drauf habe. Fastnachtsauftritte sind mittlerweile ein festerer Bestandteil in meinem Kalender und ich möchte sie auch nicht mehr missen. Es macht einfach irrsinnigen Spaß“, sagt er.


Eines ist aber klar: Für Karnevalsauftritte muss er seine Wahlheimat Hamburg verlassen. „Am 11.11. war Sessionsauftakt – oder wie man in Hamburg sagt: Samstag“, stellt der künftigen Ehrendoktor lachend fest. Neben Nordrhein-Westfallen ist für ihn aber auch Hessen eine weitere Fastnachtshochburg. Das hat er selbst unter anderem bei seinen Auftritten bei „Hessen lacht zur Fassenacht“ erleben dürfen. Kein Wunder, dass es ihn also auch immer wieder in die alte Heimat zieht.


Auf die Frage, was er aus Hessen in Hamburg vermisst, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Ne richtig geile Rindswurst. Die haben das hier oben einfach nicht – weder Rindswurst noch Fleischwurst! Die können das auch nicht. Wenn ich in Frankfurt bin, gucke ich immer, dass ich Grie Soß esse, oder ne richtig gute Rindswurst kriege. Das fehlt schon.“


Vor diesem Hintergrund versteht es sich von selbst, dass der NCV für den Ehrendoktor dieses Jahr beim Froisteckergedeck einen besonderen Fokus auf die Wurscht legt. In diesem Sinne können wir uns dem künftigen „docotr humoris causa“ nur anschließen, wenn er sagt: „Da machen wir uns einen schönen Abend und trinke noch en schöne Schobbe“.


Die Verleihung der Ehrendoktorwürde „doctor humoris causa“ findet Rahmen der Doktorensitzung des Niddaer Carneval Vereins am 26.01.2024 statt. Sitzungsbeginn ist 19:33 Uhr. Tickets gibt es auf www.froistecker.de/shop oder in der "SchillerGalerie Nidda" (Schillerstraße 17).

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